Samstag, 22. Januar 2011

Sie schien außer Atem,
ich verstand nicht warum.
Das Laken klebte an den Beinen,
wie ihre Haare im Gesicht,
beides war widerlich.

In der Luft hing dieser süße Duft,
das musste ihr Parfum sein,
was sie sagt höre ich nicht,
ich denke an den Orgasmus,
der war gespielt.
Ihrer nicht.

Wie immer, der Schweiß,
die Hitze, das Stöhnen.
Solange die Augen zu sind,
und der Atem still,
solange war es wie immer.

Auf meiner Stirn perlten die Biere,
im Kopf hämmerte die Vergangenheit
sie legt meine Hand auf ihre Brust,
wie früher,
wenn ich nicht atme,
wenn die Augen zu sind.

Also sticke ich sie zu,
Nadel und Faden, das gute Garn,
die Nase zerschlagen,
bis sie vom Blut verklebt,
dann könnte sie es sein.

Den Schädel einschlagen
denke ich dann,
gegen die Wand,
meinen
oder wenigstens ihren
für den roten Faden
im Leben.

(2005)

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